CRADLE OF FILTH “DARKLY, DARKLY, VENUS AVERSA”

Cradle Of Filth - Darkly, Darkly, Venus Aversa

Band Line-Up:

Dani Filth (vocals)
Paul Allender (leadguitar)
Dave Pybus (bassguitar)
James McIllroy (rhythm guitar)
Martin Skaroupka (drums, percussion)
Ashley Allyllon (keyboards, backing vocals)

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TRACKLISTING:

The Cult Of Venus Aversa
One Foul Step From The Abyss
The Nun With The Astral Habit
Church Of The Sacred Heart
The Persecution Song
Decieving Eyes
Lilith Immaculate
The Spawn Of Love And War
Harlot On A Pedestal
Forgive Me Father (I Have Sinned)
Beyond The Eleventh Hour

TITELVERZEICHNIS CD 2:

Beast Of Extermination
Truth & Agony
Mistress From The Sucking Pit
Behind The Jagged Mountain

Time:

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Lustig. Ein Spinett klimpert herum, „Aaaahhh“ – Choräle (wie aus einem schlechten Gruselfilm der 1960er Jahre schwirren durch den Raum – eine weibliche Stimme sagt (gar nicht furchteinflössend) „I Am She – Lilith - Mistress of the dark - of Sheba-  first offender & sucker to demons -  whose Sweet Seduction and wicked rise - By The Flesh - And Tonight - I Come For You!“ „Zu viel „Supernatural“ gesehen, wa?“ sind meine ersten Gedanken. Aber Keyboarderin Ashley steht ja eher auf den Film “Das Schweigen der Lämmer” - und dann bricht plötzlich die versöhnliche Knüppelhölle los. Double Bass-Drums & wuchtige Gitarren Riffs bieten der kreischenden jaulenden Stimme von Daniel Davy den Nährboden, sich zu entfalten.  Zwei Jahre ist es her seit dem letzten Konzeptalbum von CRADLE OF FILTH.

“Darkly, Darkly, Venus Aversa” ist das neunte Studio Album der Mannschaft aus England. Es gibt wieder die übliche Ladung Power-Brutal-Sinfonik-Dark-Extreme-Metal und wer durchgehalten hat, darf sich noch die zweite CD mit 4 weiteren Songs reinziehen. Der erste Track „The Cult Of Venus Aversa“ kingt wie die Bands „Alice Cooper/Marylin Manson auf einem Speed-Trip” – die black-metallisch-angehauchten und schrillen, kreischenden Vocals von Dani Filth (so nennt sich der Sänger geschäftlich) tun ihr übrigens, um Stimmung auf zu bauen. CRADLE OF FILTH – die musikalische Hölle auf Erden. Musikalisch & spieltechnisch geht es wie gehabt erstklassig zu, in „The Nun With The Astral Habit“ kommen geile Breaks & Riffs und der erste siedende (leider nur kurze) Gitarrensolo. Problem ist, selbst wenn man die Band nicht mag, man kann sich der Intensität des Dargebotenen nicht entziehen: Die “sex” Musiker spielen Heavy Metal für Intellektuelle Metalfans & Absinth-Fetischisten. Einmal begonnen, sich mit der Musik auseinander zu setzen, steckt man drin im unglaublichen Dickicht der düsteren Soundstrukturen – die Songs entfalten Suchtcharakter und setzt man sich zusätzlich mit den Texten auseinander, könnten manche Zartbeseitete sogar plötzlich anfangen, genüßlich ihren Goldhamster zu quälen oder ihm zumindest mal das Fell abziehen. Als man in den 80ern behauptet hatte, dass irgendwelche US-Teenager sich von den Songs einer Metal Band namens Judas Priest zu irgendwelchen Greueltaten, auf die ich hier gar nicht weiter eingehen möchte (wen’s interessiert: wikipedia u. a. bieten genügend Käse an zum Thema), animieren liessen, konnte ich es gar nicht glauben – die Botschaften der Engländer hier sind aber mindestens genau so gefährlich. (*)

Aber zurück zur Musik: Die riffigen Highlights der CD heißen „The Decieving Eyes“, “The Church Of The Sacred Heart” und „Lilith Immaculate“ (war auf den meisten CD-Beilagen der verschiedenen Metal- und Rock Magazine in den Monaten Oktober/November/Dezember vertreten), einen instrumentalen Track gibt es dieses Mal nicht. Auf CD 2 bin ich von “Behind The Jagged Mountain” und dem 7minütigen “Mistress From The Sucking Pit” begeistert.  FAZIT: CRADLE OF FILTH sind die Hawkings der Heavy Metal Kultur. Mit dem Konzeptalbum “Darkly, Darkly, Venus Aversa, das sich die weibliche mesapotamische Dämonin Lilith zur Hauptfigur auserkoren hat, haben die englischen Musiker ein weiteres Meisterwerk vom Stapel gelassen. Das Album ist das erste, das übrigens beim Label “Peaceville Records” erscheint.

(*) Schleichwerbung, damit sich die Folterknechte von der BPjM (ehemals BPjS und davor WFADHMH) dieses fiese Album kaufen, um nachzuprüfen, ob man irgendwo was wegschneiden oder indizieren kann.

Veröffentlichung: 01. November 2010

TT:  (62:34 + 24:14 Minuten)

Verfügbar: 2-CD & Digital Album

Web: https://www.cradleoffilth.com/

Label: Peaceville Records

Für Fans von: Danzig – Motörhead – Ramones – Molly Hatchet

KAUFEMPFEHLUNG:    KKKKKKKKKK (1,883)

Sorry, aber für 2018 ist Dr. Music ausgebucht, neue Termine sind erst wieder ab Anfang 2019 verfügbar!

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