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CAN “THE SINGLES”

Can - The Singles

In der Gruppe CAN spielten diese Musiker:

Michael Karoli (Gitarre, Violine, Gesang) *
Jaki Liebezeit (Drums, Percussion) *
Irmin Schmidt (Keyboards, Gesang)
Holger Czukay (Bass, Gesang, Effekte) *
David C. Johnson (Blasinstrumente)
Malcolm Mooney (Gesang)
Damo Suzuki (Gesang)
Rosko Gee (Bass, Gesang)
Rebop Kwaku Baah (Perkussion, Gesang) *

Die mit einem * gekennzeichneten Musiker sind im Laufe der Jahre bereits verstorben.

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TITELVERZEICHNIS:

Soul Desert
She Brings The Rain
Spoon
Shikako Maru Ten
Turtles Have Short Legs
Halleluwah (Edit)
Vitamin C
I’m So Green
Mushroom
Moonshake
Future Days (Edit)
Dizzy Dizzy (Edit)
Splash
Hunters And Collectors (Edit)
Vernal Equinox (Edit)
I Want More
... And More
Silent Night
Cascade Waltz
Don’t Say No (Edit)
Return
Can Can
Hoolah Hoolah (Edit)

 

Time:

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2,125
2,25
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03:06
03:11
03:28

bpm:

125,8
119,7
115,8
125,0
123,7
184,7
120,1
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114,9
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102,8
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129,0
69,8
123,8
127,8
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155,1
128,0

Die Mutter aller popmusikalischen Psychedelic Hitparadenschlager hat die deutsche Gruppe THE CAN fabriziert. Im Jahr 1971 erschütterte ein Song den musikalischen Grundfesten aller TV-Gucker, der als Titelmelodie des – so nannte man diese Teile doch damals tatsächlich – “Straßenfegers” und 3 teiligen „Durbridge“-Krimis „Das Messer“, über die Bildschirme der Nation flimmerte und die Band mit einem Schlag bekannt machte. „Spoon“ hieß der Song und die Single hatte ich mir damals logischer Weise auch zugelegt und bis zum heutigen Tage bestimmt so um die tausend Mal auf dem Plattenteller rotieren lassen. Noch heute bringe ich den Kultklassiker noch ab & an bei diversen DJ-Parties, wenn ich gerade wieder mal sehr aufgeschlossenes Musikpublikum beschalle. Auch die starke noch psychedelischere Rückseite „Shikaku Maru Ten“ rotierte oft auf dem Teller und die Gesangsmelodie kann ich heute natürlich auswendig mitsummen. Damals war mir gar nicht bewußt, dass die Band einen japanischen Sänger hatte. Diese beiden Songs (A- und B-Seite) befinden sich wie 21 weitere Kultklassiker der Band aus Köln auf dem Album „The Singles“. Chronologisch geht es 1969 los mit dem verstörenden „Soul Desert“, in dem sich der japanische Sänger exzessiv zwischen dem Text in irrsinnigen Eskapaden verliert. Wer hören möchte, von wem Bands wie „Pere Ubu“ wesentlich inspiriert worden sind, hört sich diese geniale Psycho-Avantgarde-Perle unbedingt an. „She Brings The Rain“ progagiert <magic mushrooms> und zelebriert zuckersüße jazz-akustich-poppige Songstruktur. Weitere Anspieltipps sind der humorvolle Krautrocker und „Spoon“-Nachfolger „Turtles Have Short Legs“, das funkrock-abenteuerliche „I Want More“ und das freejazz-elektronisch wuselnde „Vernal Equinox“, in dem sich Multinstrumentalist Michael Karoli mit einem voll schrägen Gitarrensolo verewigt. Unbedingt empfehlenswert auch die 5 Minuten längere Komplettfassung auf dem 1975er Album „Landed“. Desweiteren erwähnenswert die experimentell-schrägen „Mushroom“ und „Moonshake“, die wie die anderen der hier beinhalteten Songs zwar ebenfalls als Single veröffentlicht worden waren, aber – weil „totally underground“ – nicht im entferntesten eine klitzekleine Chance auf jedweden Radioeinsatz hatten. Dass es Ende der 70er Jahre fast nur noch seltsame Ausrutscher gab („Can Can“, der „Cascade Waltz“ und das weihnachtliche „Silent Night“), zeigte, dass der vielleicht innovativsten Band der deutschen Rock Szene die Ideen ausgegangen waren. Die Gruppe löste sich dann auch 1979 auf, Gründungsmitglied Holger Czukay war bereits zwei Jahre zuvor ausgestiegen. Der am 24. März 1938 als Holger Schüring in Danzig geborene Musiker ist am 05. September 2017 im Alter von 79 Jahren gestorben.

Veröffentlichung: 16. Juni 2017

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Label: Spoon Records

Für Fans von: Amon Düül - Einstürzende Neubauten - Pere Ubu - Cluster

Webseite: https://spoonrecords.com/

KAUFEMPFEHLUNG:    KKKKKKKKKK (1,956)

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